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Airline Darwinismus… Mai 9, 2008

Posted by Daniel in Alltag.
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oder: bin ich nicht gemacht für diese Welt?

Da ich, wie schon erwähnt, des öfteren beruflich unterwegs bin (und das momentan meistens in den kleinen kuscheligen Maschinen der Luxair) möchte ich an dieser Stelle mal meine Version der allseits beliebten Beschwerde über zu kleine Sitze in Flugzeugen loswerden.

Die Rahmenbedingungen:

  • 1,90m Körperhöhe
  • 90kg Gewicht (ja, ja, ich weiss, könnten weniger sein)
  • eine Neigung zum bequemen “Rumfläzen” (so heißt das wo ich her herkomm)
  • 1,5h Stunden Flugdauer (eigentlich unglaublich bei der Strecke)

Und eigentlich will ich gar nicht darüber philosophieren warum auf einem Flug von München nach Luxemburg eine Zwischenlandung in Saarbrücken gemacht wird (und warum dann auch noch Leute einsteigen?!), trotzdem sei es erwähnt.

Zurück zum Wesentlichen - Flugzeugsitzen. Bitte mal alle über 1,50m Höhe melden, die wirklich in sowas sitzen können ohne Assoziationen mit Wörtern wie Guantanamo oder Dieter-Bohlen-Konzert zu bekommen. Und hat man endlich geschafft die eigenen Beine und Füße so zu verknoten, dass man “sitzen” kann, kommt schon das nächste Problem - andere Leute die mitfliegen. Und von denen setzt ich im Normalfall auch jemand neben einen. Bei normalen Menschen (oder weiblichen Supermodels) wäre das ja ok, aber frei nach Murphys Gesetz sind es immer die ähm.. schlankesten Menschen mit dem angenehmensten Körperduft die sich neben mir platzieren… und wenn nicht die, dann junge Mütter mit kleinen Kindern (”… ja er/sie hat es noch nicht so mit dem Druckausgleich…”, “..huch jetzt ist ihm/ihr aber bissi schlecht…”)

Aber die finale Schwierigkeitsstufe ist noch nicht erreicht - das Essen. Wir fassen bis hierhin zusammen: eingeklemmt zwischen dem Vordermann (optimalerweise hat er die Liegefunktion gefunden), dem Weltrekordhalter für Körpergewicht links und die kleine kotzende Ottilie rechts, dazu die passende Stimmung meinerseits. Und jetzt kommt das “Essen” auf den “Tisch” vor mir, falls es mir nicht auf die (verkanteten) Beine geschmissen wird (schon 2mal). Jetzt die taktile Herausforderung… mit den (ungefährlichen, da stumpfen) Besteck die (ungefährliche, da geschmacksneutrale und kalorienlose) Mahlzeit einnehmen. Naja, bei 1,90m Höhe hat man auch bei den Schultern ne gewisse Breite, oder ne lustige Figur. Also wird daraus mehr ein Schunkeln mit den geliebten Nachbarn bei gleichzeitigem Alkoholtest (”Na, zeigen Sie mal mit der Gabel auf Ihren Mund” - ” Jawohl, Herr Wachtmeister”).

Hach, ich liebe Fliegen, vorallem wenn danach noch ein Arbeitstag ansteht…

Ok,  ok.. es ist mir klar, dass das Meckern auf hohem Niveau (nicht Nivea) ist, denn nicht jeder fliegt zur Arbeit. Trotzdem denke ich dass das Thema fast jeder kennt, denn auch die Touristenbomber sind meistens nicht besser dran.

*weiter die verkrampften Waden massier*