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I sprech denglisch very gut… 22. Juli 2008

Posted by Daniel in Job.
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oder: was gibts neues?

Grade in einem sehr aktiven Markt, wie es Business Intelligence momentan ist, kommt es regelmäßig zu neuen Wortschöpfungen. Bevorzugt in englischer Sprache, selbstverständlich. An dieser Stelle will ich einmal 2 der letzten Wörter, die mir begegnet sind, aus meiner Perspektive beschreiben.

  • Data Governance
    Laut Leo liese sich das ungefähr mit „Daten-Herrschaft“ übersetzen. Aber anstatt von putschenden MP3-Dateien zu erzählen, handelt es sich hierbei um das was Unternehmen eigentlich schon die ganze Zeit hätten tun sollen. Die Kontrolle, ich verbessere, die bewusste Kontrolle über alle Unternehmensinformationen übernehmen. Was soll das heißen? Ganz einfach, in früheren Zeiten (wo es Tatsache noch keine Computer gab…) gab es das schon einmal – die Leute vom Archiv, die genau wussten wo die Abrechnungen von November sind, die Rechnungen an Firma Meier… . Mit Einführung von Computern wurde dann jeder sein eigener Archivar und Datenhorter (ist das ein Wort?). Nun wusste nur noch Meier von Rechnungen an Firma Meier (… und ihrem unbezahlten Status). Und dass das auf Dauer gefährlich wird, ist inzwischen eine allgemein akzeptierte Erkenntnis. Also der Trend wieder in die andere Richtung – große Datensammlungen, gemeinhin Datawarehouse genannt. Aber einfach ein paar Informationen zusammenwerfen, ist keine Lösung. Vielmehr sollte man erst einmal wissen welche Informationen es gibt, wo sich diese befinden, wer Zugang zu diesen hat, wer dafür verantwortlich ist… Diese Überlegungen sollen seit neuestem von eigenen Gruppen/Personen (je nach Unternehmensgröße und Ernsthaftigkeit der Überlegung) erledigt werden, voila Data Governance. Anfänglich kann man das ruhig als ausweglosen Kampf sehen, aber falls es sich durchsetzt, erleichtern sich zukünftige Vorhaben erheblich (jeder weiss „was wo warum“ ist) und die Datenqualität steigert sich nebenbei auch noch („… und Meier, sie sind für die Rechnungszahlen verantwortlich. Und wenn das was nicht stimmt, dann sind sie dran…“).
  • Active Realtime Datawarehousing
    Wie man sich denken kann ist dass die Kombination (und Steigerung) von Active Datewarehousing und Realtime Datawarehousing. Ersteres beschreibt Datensammlung die selbstständig Aktionen ausführen wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Diese Definition ist extrem wage und daher auch sind auch alle zu findenden Implementierungen äußerst breit gefächert. Im einfach Fall wird ein Report per Mail versandt, im komplexen (und wahrscheinlich laut Definition beabsichtigten) Fall, werden beispielsweise Sperren in die produktiven Systeme gesetzt („…der Meier zahlt nicht, die nächsten Bestellungen werden alle abgewiesen…). Realtime Datawarehousing sieht vor die unternehmensweiten Datensammlungen quasi permanent auf dem aktuellsten Stand zu haben. Jede Transaktion in den produktiven System soll sofort auch in den Berichten erscheinen („.. der Meier hat grad wieder bestellt…“). Inwiefern das nützlich ist, oder mit vernünftigen Aufwand erreichbar, will ich hier gar nicht diskutieren.
    Das neue Wort verspricht jetzt beides, sofort wird automatisch reagiert. An sich eine nette Idee, vorallem als (aus dem Web 2.0 bekanntes) Mashup entstandenes Konzept. Doch mit der Kombination der Anforderungen addiert sich leider auch der Aufwand der Implementierung. Das ist jetzt an sich für mich eine gute Situation, aber vielleicht sollte man als Unternehmen hier abwarten bis erste Praxiserfahrungen bezüglich Umsetzbarkeit und Nutzen vorliegen.

Soviel von meiner Seite als Wort zum Dienstag.

*weiter am consulten*

Kommentare»

1. 120 BPM…utz utz utz… « Wie aus dem Leben gegriffen… - 24. September 2008

[...] kommt immer mehr in die Nähe von Business Intelligence (über den bereits erwähnten Begriff der Data Governance hinaus), bloss gibt es noch kein tolles neudeutsches Schlagwort dafür (oder weiss jemand eines?). [...]